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1000 Jahre Wald -10 Jahre Wald leuchtet

Autor: Rainer Francke, Vorsitzender des Werberings Wald

1019 begann offiziell die Geschichte von Wald:  Ein Fronhof mit einer Kirche namens Wald wurde erstmals urkundlich erwähnt.  1000 Jahre später, 2019, gibt es sowohl  den Ort als auch die  Kirche noch! Das ist wahrhaft historisch.

Und was ist mit diesem Ort in den Jahren zwischen 1019 und 2019 nicht alles passiert: Der Fronhof entwickelte sich zur Siedlung, zum Dorf, zur Stadt und schließlich zum Stadtteil der Großstadt Solingen. Er erlebte Friedenszeiten und Kriege, Besatzungen, er erlebte dunkle Zeiten und Aufklärung – Geschichte passierte  in Wald und mit seinen Bewohnern. Denn so ist das mit Geschichte: Sie wird von Menschen gemacht.

Und so ist das auch noch heute. Wald ist historisch und doch quicklebendig, geprägt von den Menschen, die hier leben und arbeiten. Wald ist einerseits groß genug, um seinen Einwohnern  viel  bieten zu können:  genügend Kindergärten, Spielplätze, tolle Schulen, die Schwimmbad- und Freizeitanlage Ittertal, das neue Schwimmbad Vogelsang, Spitzensport z. B. beim Fechten in der Hallen der Albert-Lange-Schule oder im größten Solinger Stadion (das auch Kultur kann), kulturelle Spektakel  wie die Walder Theatertage und „Wald leuchtet“, aber auch jede Menge Veranstaltungen nicht nur  bei den „Waldmeistern“ und im Walder Kotten, und natürlich  viele gute, oft inhabergeführte Geschäfte. Andererseits ist Wald stets familiär und bodenständig geblieben: Anonym bleibt man hier nicht so leicht. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich immer wieder  Menschen finden, die – gemeinsam mit der Bezirksvertretung – Wald weiterbringen wollen: durch die fortwährende  Attraktivierung des Stadions, die Hilfe bei der Sanierung des historischen Kirchturms, den Erhalt der Offenen Kinder- und Jugendbibliothek oder auch des Weihnachtsmarkts, die Organisation der Theatertage und „Wald leuchtet“.  Wenn alle ehrenamtlichen Initiativen aufgezeigt würden, die sich um das „Wauler Dorp“  kümmern, könnte dieser Artikel wegen Überlänge wohl nicht gedruckt werden.

Doch manchmal reicht Ehrenamtlichkeit nicht, um den Stadtteil zukunftsfähig zu machen. Um zentrumsnahes Wohnen zu ermöglichen und  den Ortskern zu stärken, um vorhandene Initiativen auf professionelle Beine zu stellen, um Kultur und Handel noch stärker zu verbinden – dazu braucht Wald die Hilfe des gerade laufenden Integrierten Stadtteil-Entwicklungskonzepts. Ideen sollen in Projekte und Anträge münden, und ein Stadtteilmanagement soll – wie schon in der Innenstadt und Ohligs – für die Umsetzung sorgen und Wald ein Gesicht für die nächsten Jahre geben.

Und beim Thema  Kultur und Handel  sind wir bei dem Jubiläum von „Wald leuchtet“: Vor 10 Jahren hatten die Macher der Walder Theatertage die Idee, am Vorabend der damals großen Solinger Lichternacht auf dem Neumarkt einen kleineren Auftakt zu veranstalten: Viele Aktionen in den Geschäften rund ums Thema Licht und den Küster Kuno wurden von ein wenig Straßentheater begleitet. Das stieß sowohl bei den Geschäftsleuten als auch – viel wichtiger – beim Publikum auf begeisterte Resonanz. Und so lassen sich seitdem die Geschäftsleute in Wald Jahr für Jahr neue Dinge einfallen, gibt es neue Kapitel aus dem Walder Märchen um Küster Kuno und immer phantastischeres Straßentheater, weiterhin ehrenamtlich von den Walder Theatertagen mit dem Team um Peter Wirtz und  Dagmar Joseph sowie dem Walder Werbering organisiert.  Heute, nach 10 Jahren, erfreut „Wald leuchtet“ nicht nur Solinger, sondern lockt überregional tausende Gäste nach Wald. Hoffentlich auch Sie – viel Freude beim Besuch wünscht

Rainer Francke