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Wald ist … jahrtausendalt!

Wir feiern 1.000 Jahre Wald

Weitere Infos zu den Veranstaltungen unter: www.1000wald

Wald feiert seinen 1.000-jährigen Turm! Am 3. Mai 1019 wird der Kirchturm in Wald zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Dieses Jubiläum wird mit einem großen Festgottesdienst im September gefeiert – aber nicht nur das allein! Auch die Musik in Form von Konzerten und Aufführungen wird im Jubiläumsjahr eine wichtige Rolle dabei sticht besondere die „Festival-Woche“ vom 20. bis 27. September hervor, die ihren Abschluss mit „Wald leuchtet“ findet.

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“Mittendrin – Die evangelische Kirche in Solingen-Wald”

so heißt das lesenswerte Buch von Matthias Gerschwitz, das 2011 erschienen ist (einige Exemplare gibt es noch im Weltladen neben der Kirche oder bei Pfarrer Reinzhagen für 10 Euro). Eine Leseprobe:

EIN BLICK ZURÜCK INS MITTELALTER: Angefangen hat alles mit einer Urkunde. Am 3. Mai 1019 schenkte Heribert, Erzbischof von Köln. den Herrenhof » Walda« und die dazugehörige Kirche »in dem Dorfe Wald« der Abtei Deutz; die Schenkung wurde urkundlich durch Papst Eugen III. irrt Jahre 1147 bestätigt. Heribert ordnete damit den Grundbesitz des Erzbistums neu und übertrug den Walder Besitz der von ihm gegründeten Benediktinerabtei. Andere Quellen nennen als Schenkungsdatum das Jahr 1013 bzw. 1020 – und schon ist zu ersehen, wie schwierig die Walder Historie ist, denn es gibt aus diesem Zeitraum nur wenig Quellen.

Urkunde vom 3. Mai 1019

Und wenn es sie gibt, sind sie manchmal  zweifelhaft, weil es sich bei Urkunden aus dieser Zeit oft auch um Fälschungen handelt; trotzdem konnte ihnen der Solinger Chronist Heinz Rosenthal ein Gran Wahrheit zuerkennen. »Im allgemeinen darf man  Aufzählungen von Besitz für zutreffend halten«, schreibt er 1975 in seiner Chronik Solingen – Geschichte einer Stadt. In der Tat: Eine von Papst Viktor IV. am II. Mai 1161 ausgestellte Urkunde, die die Abtei Deutz im Besitz des Walder Kirchenzehnten
ausweist, gilt als echt.


Die Geschichte der Walder Kirche beginnt aber wohl bereits weit früher. Die ersten Kirchen in der Umgebung, z.B. in Gruiten, Mettmann oder Wülfrath, wurden von Suitbertus (637- 713) gestiftet, dem Gründer und ersten Abt des Klosters Kaiserswerth. Karl Herbst aus Solingen-Wald vermutet in den Bergischen Heimatblättern 711934, dass der Bau der Urkirche »in die Regierungszeit Karls des Großen (768-814) oder seines Sohnes Ludwigs des Frommen (814-840) zu legen « sei. Das Gebiet vom Rhein bis Elberfeld und Angermund sei dem Erzbistum Köln während der Regierung Kaiser Ottos 1., des Großen, (936-973) zugeschlagen worden; an der Spitze des Bistums stand als erster Erzbischof 953 Brun(o) von Sachsen, der jüngere Bruder des Kaisers. Einer dessen Nachfolger im Amt war von 999 bis 1021 Heribert, der im Jahre 1003 die Abtei Deutz gründete.